KI-Digitalisierung-E-Government


[10.09.2026] Bei der Herbsttagung des NEGZ haben Fachleute aus Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft aktuelle Fragen der Verwaltungsdigitalisierung diskutiert. Im Mittelpunkt standen unter anderem EUDI-Wallet, Open Source, Künstliche Intelligenz und digitale Souveränität.

Rund um die Digitalisierung und Modernisierung der öffentlichen Verwaltung drehte sich die diesjährige Herbsttagung des Nationalen E-Government Kompetenzzentrums (NEGZ). Wie das NEGZ mitteilt, kamen dazu am 3. September 2026 Mitglieder und Interessierte an der Technischen Hochschule Wildau zusammen. Insgesamt standen 30 interaktive Programmpunkte auf der Agenda.

Ein Workshop beschäftigte sich mit der Frage, wie sich die EUDI-Wallet künftig im Verwaltungsalltag einsetzen lässt. In einem Planspiel simulierten die Teilnehmenden die ersten 100 Tage ihres Einsatzes aus unterschiedlichen Perspektiven. Dabei sollten Chancen, offene Fragen und mögliche Hürden sichtbar werden.

Auch der Einsatz von Open Source in der öffentlichen Verwaltung wurde diskutiert. Nach Angaben des NEGZ besteht vielerorts Interesse daran, freie und offene Software stärker zu nutzen. Zugleich fehlten bislang unter anderem einheitliche Definitionen und Kriterien sowie geeignete Governance-Strukturen. Weitere Workshops befassten sich mit Künstlicher Intelligenz, Low-Code-Plattformen und digitaler Souveränität. Dabei ging es laut NEGZ insbesondere um die organisatorischen und politischen Voraussetzungen für den Einsatz neuer Technologien.

Einen internationalen Blick auf die Verwaltungsdigitalisierung bot ein Workshop zur Digitalstrategie Dänemarks. Mit Methoden wie LEGO Serious Play gingen die Teilnehmenden außerdem der Frage nach, wie Veränderungsprozesse in Verwaltungen unterstützt und Blockaden gelöst werden können.

Zum Abschluss der Herbsttagung fanden drei Stakeholder-Foren für Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft statt. Dort wurden aus Sicht der jeweiligen Gruppen zentrale Forschungs- und Praxisfragen der Verwaltungsdigitalisierung gesammelt. Die Ergebnisse will das NEGZ nach eigenen Angaben in den kommenden Monaten aufgreifen und daraus weitere Formate und Aktivitäten entwickeln.



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