US-Techchefs warnen vor den Risiken künstlicher Intelligenz und fordern mehr Zurückhaltung. China lehnt eine Verlangsamung ab, Donald Trump ebenfalls.
Ein solche Schritt würde „den Prozess einer weltweiten Regulierung künstlicher Intelligenz“ stören, sagte Außenamtssprecher Guo Jiakun laut Reuters. Er reagierte damit auf Forderungen von Unternehmern wie Dario Amodei von Anthropic, Sam Altman von OpenAI und Elon Musk von xAI.
US-CEOs besorgt wegen Chinas KI-Tempo
Die drei US-Unternehmer hatten sich für eine gemeinsame Abstimmung über das Entwicklungstempo neuer KI-Systeme ausgesprochen. Ihr Anliegen: Die technischen Fortschritte dürften nicht schneller voranschreiten als die Fähigkeit, ihre Risiken zu kontrollieren.
Gleichzeitig treibt sie die Sorge um, dass China an den USA vorbeiziehen könnte, wenn amerikanische Unternehmen im Vergleich zu China zu stark bremsen. Dadurch entstünden erhebliche Risiken für die nationale Sicherheit, so der Anthropic-Chef.
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Trump: „Wer KI gewinnt, gewinnt“
US-Präsident Donald Trump wies die Forderung nach einer langsameren Entwicklung ebenfalls zurück. Während einer Reise nach Irland sagte er laut „CNBC“: „Wir führen bei der künstlichen Intelligenz vor China und ehrlich gesagt möchte ich, dass das so bleibt. Denn wer KI gewinnt, gewinnt.“
Die Reaktion belastete am Montag die Aktien von Unternehmen aus dem KI- und Technologiesektor. Die SoftBank-Aktie fiel in Japan um 10 Prozent. SoftBank zählt zu den größten Investoren von OpenAI.
Peking will KI-Entwicklung beschleunigen
Chinas Minister für Staatssicherheit, Chen Yixin, forderte unterdessen den zügigen Aufbau eines Systems zur Vorbeugung und Kontrolle von KI-Risiken. Künstliche Intelligenz sei das „wichtigste Schlachtfeld des globalen technologischen Wettbewerbs“ und ein neues Feld der strategischen Rivalität zwischen Großmächten, schrieb er laut „Washington Post“.
Chinesische Regierungsmedien warfen den USA vor, mit Sicherheitsforderungen in Wahrheit Chinas Technologiebranche bremsen zu wollen. Helen Toner vom Georgetown Center for Security and Emerging Technology schätzt, dass Chinas führende KI-Modelle derzeit etwa sechs bis neun Monate hinter den besten US-Systemen liegen.