KI-Digitalisierung-E-Government


Eine Möwe in Uniform ist nun im unteren, rechten Bereich auf der Webseite des Landkreises Nordwestmecklenburg zu sehen. „Nordbert“ soll Bürgern bei Fragen an die Kreisverwaltung helfen. Als Erster im Land holte der Landkreis die Künstliche Intelligenz (KI) in die Verwaltung. Nordbert ist dabei eins der Tools, mit dem Prozesse optimiert und Ressourcen effektiver genutzt werden sollen.

Landkreis setzt als Erster in MV eigene KI-Stelle um

Sowohl die Bürger als auch die Verwaltungsangestellten des Landkreises sollen von der technischen Unterstützung in Form von Künstlicher Intelligenz profitieren. „Als Landkreis Nordwestmecklenburg haben wir uns bewusst entschieden, hier eine Vorreiterrolle einzunehmen. Wir sind der erste Landkreis in Mecklenburg-Vorpommern, der eine eigene Stelle für Künstliche Intelligenz und Transformation geschaffen und besetzt hat“, betonte Landrat Tino Schomann Anfang des Jahres.

Wer den Chatbot ausprobieren möchte, findet ihn auf der Website des Landkreises unten rechts im Chatfenster.
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Wer den Chatbot ausprobieren möchte, findet ihn auf der Website des Landkreises unten rechts im Chatfenster. (Foto: Screenshot: www.nordwestmecklenburg.de)

Im Januar hat der KI-Beauftragte Paul Töpper seine Stelle in der Kreisverwaltung angetreten. „Wir müssen von Anfang an dabei sein, ansonsten verlieren wir den Anschluss. Deshalb fangen wir jetzt an, uns wirklich eine KI-Strategie zu überlegen“, schilderte der 35-Jährige im Gespräch mit unserer Zeitung.

Ideen und Möglichkeiten, wie KI künftig bei Abläufen helfen soll, gibt es viele. „Aber das wird nicht von heute auf morgen passieren. Wir können nicht 30 Jahre Verwaltung innerhalb von zwei Jahren transformieren. Das wird nicht funktionieren“, betont Töpper.

Die intelligente Unterstützung in der Verwaltung soll einen gezielten Mehrwert für die Bürger schaffen und gleichzeitig den Arbeitsaufwand der Mitarbeiter in der Verwaltung reduzieren. „Ziel ist es nicht, Menschen in Gänze überflüssig zu machen, sondern sie von Routineaufgaben zu entlasten, damit sie sich auf die wichtigen Dinge und komplexen Fälle konzentrieren können“, betonte in diesem Zusammenhang auch Landrat Tino Schomann.

Beim Landkreis Nordwestmecklenburg KI-Beauftragter und Koordinator des Projektes: Paul Töpper.
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Beim Landkreis Nordwestmecklenburg KI-Beauftragter und Koordinator des Projektes: Paul Töpper. (Foto: Theresa Franz)

Chatbot Nordbert wurde dabei speziell entwickelt, damit sich die Bürger einfacher und schneller auf der Webseite der Kreisverwaltung zurechtfinden können. In zwölf Sprachen können Bürger ihre Fragen an das KI-Tool richten, ob schriftlich oder per Sprachnachricht. Der Chatbot kann anonym und ohne Anmeldung genutzt werden.

Paul Töpper: „Einfach eine Frage eingeben, die Antwort gibt der Chatbot. Wir freuen uns, wenn möglichst viele Bürgerinnen und Bürger das Angebot nutzen.“

Und was sagt Nordbert selbst, wie er den Bürgern helfen kann? Als digitaler Assistent für den Landkreis Nordwestmecklenburg und die Hansestadt Wismar unterstütze er rund um die Uhr bei Verwaltungsanliegen. „Ich biete Ihnen eine schnelle Orientierung zu behördlichen Abläufen, nenne Ihnen die erforderlichen Unterlagen und vermittle Ihnen die richtigen Ansprechpersonen inklusive deren Kontaktdaten. Zudem verlinke ich Sie direkt zu passenden Online-Formularen oder Terminvereinbarungen, damit Sie Ihre Anliegen bequem erledigen können.“



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