KI mit begrenztem Gedächtnis (Limited Memory) bezeichnet KI-Systeme, die für Entscheidungen Informationen aus der jüngeren Vergangenheit bzw. aus zuvor erfassten Daten heranziehen, ohne ein dauerhaftes, menschlich vergleichbares Langzeitgedächtnis zu besitzen. Typisch ist, dass Modelle auf historischen Trainingsdaten basieren und im Betrieb einen technisch begrenzten Kontext (z. B. Messwerte, Eingaben oder Verlaufsdaten) auswerten. In der Praxis wird dieses Prinzip u. a. bei autonomem Fahren, Assistenzsystemen oder Empfehlungssystemen genutzt, um situationsangepasst zu reagieren. In der Verwaltung kann das z. B. bei der automatisierten Priorisierung von Vorgängen helfen, indem aktuelle Fallmerkmale mit kürzlich ähnlichen Fällen abgeglichen werden.