KI-Digitalisierung-E-Government


[12.10.2026] Treuchtlingen nutzt seit 25 Jahren Linux und teilt eigene Softwareentwicklungen öffentlich. Die Open Source Business Alliance gratuliert der Stadt und würdigt auch ihren KI-Einsatz. Mit einer neuen Arbeitsgruppe „Open Source in Kommunen“ will der Verband den Erfahrungsaustausch grundsätzlich stärken.

Die Stadt Treuchtlingen hat vor 25 Jahren begonnen, im Rathaus Linux auf dem Desktop einzusetzen. Andere Open-Source-Lösungen sind bereits seit 1999 in Gebrauch. Mit Open-Source-Software, offenen Standards und Open Data will Treuchtlingen digitale Souveränität und digitale Nachhaltigkeit fördern sowie Transparenz für die Bürger schaffen. Bei der Umsetzung geht die Kommune pragmatisch vor. Anpassungen an bestehenden Lösungen und eigene Neuentwicklungen stellt sie auf der Plattform Codeberg öffentlich zur Verfügung. Linux läuft sowohl auf Servern als auch an Verwaltungsarbeitsplätzen. Auch bei Künstlicher Intelligenz (KI) verwendet die Stadt Open Source. Wie die Open Source Business Alliance (OSBA) berichtet, überträgt die Kommune ihre bisherigen Erfahrungen auf selbst betriebene KI-Modelle und erprobt deren Nutzung im Verwaltungsalltag.

Kommunaler Trendsetter

Anlässlich des Jubiläums übermittelte Holger Dyroff, der bayerische Landessprecher der OSBA, der Ersten Bürgermeisterin die Glückwünsche des Verbands. Die OSBA vertritt als Bundesverband für digitale Souveränität die Open-Source-Industrie in Deutschland und vernetzt Anbieter und Anwender. In ihrem Gratulationsschreiben würdigt sie den langjährigen Einsatz dieser Technologien in der Stadtverwaltung in Treuchtlingen und die Arbeit der Beschäftigten. Dyroff hebt hervor, dass Treuchtlingen diesen Weg bereits eingeschlagen habe, als digitale Souveränität noch kaum Teil der kommunalen Digitalpolitik gewesen sei. Nach seiner Einschätzung bewahre sich die Verwaltung durch diesen Ansatz ihre digitale Handlungsfähigkeit und gibt anderen Kommunen Impulse. Die Gratulation gilt ausdrücklich auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die diesen Weg über viele Jahre gestaltet und getragen haben.

Neue Arbeitsgruppe für Open Source in Kommunen

Treuchtlingen gehört der OSBA selbst als Mitglied an. Die kommunalen Erfahrungen sollen auch zum Austausch innerhalb des Verbands beitragen. „Mit unserer neuen Arbeitsgruppe Open Source in Kommunen möchten wir den Erfahrungsaustausch und die Zusammenarbeit weiter stärken“, schreibt Dyroff. Die langjährige Praxis aus Treuchtlingen sei dafür ein wertvoller Beitrag. Das Schreiben verbindet die Würdigung des bisherigen Einsatzes offener Technologien mit dem Wunsch nach weiterer Zusammenarbeit. Der Verband möchte den Weg der Stadt auch in den kommenden Jahren begleiten.



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