[03.11.2026] Die IT-Sicherheitsmesse it-sa in Nürnberg hat 2026 mit mehr als 33.000 Fachbesuchern und über 1.000 Ausstellern neue Rekordwerte erreicht. Im Mittelpunkt standen aktuelle Cyber-Bedrohungen, Künstliche Intelligenz und digitale Resilienz. Für 2027 kündigt der Veranstalter eine Erweiterung der Messe an.
Mit mehr als 33.000 Fachbesuchern aus über 70 Ländern und 1.005 Ausstellern hat die diesjährige IT-Sicherheitsmesse it-sa in Nürnberg laut Veranstaltern neue Rekordwerte erzielt. Die Besucherzahl sei gegenüber dem Vorjahr um rund 20 Prozent gestiegen. Drei Tage lang tauschten sich Vertreter aus Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft und Politik über aktuelle Bedrohungslagen, neue Sicherheitstechnologien und Strategien zur Stärkung der Cyber-Resilienz aus.
Zu den Schwerpunktthemen gehörten Künstliche Intelligenz, Cloud-Sicherheit, der Schutz Kritischer Infrastrukturen sowie die organisatorische Vorbereitung auf Cyber-Angriffe. In sechs offenen Foren und beim begleitenden Congress@it-sa wurden aktuelle Entwicklungen und Praxisbeispiele vorgestellt. Einen besonderen Akzent setzte die interaktive Cyber-Angriffssimulation von Professor Marco Gercke. Die Teilnehmenden mussten dabei als fiktives Managementteam Entscheidungen während eines Cyber-Angriffs treffen. Per Handzeichen stimmten die Teilnehmer unter anderem darüber ab, wie kritisch einzelne Vorfälle einzustufen sind oder ob Lösegeldforderungen der Angreifer im Szenario bezahlt werden sollten. Die teils sehr unterschiedlichen Abstimmungsergebnisse zeigten anschaulich, was auch in realen Angriffssituationen häufig zu beobachten ist: Konsens wird nicht unmittelbar erreicht. Die Simulation verdeutlichte daher, wie wichtig klar definierte Verantwortlichkeiten, Entscheidungswege und eine funktionierende Krisenkommunikation sind – Aspekte, die auch für kommunale Verwaltungen von Bedeutung sind.
„Cyber-Security ist heute ein strategisches Thema für Wirtschaft, Staat und Gesellschaft gleichermaßen“, erklärte Thimo Holst, Head of Brand Strategy der it-sa. Die Messe bringe die relevanten Akteure zusammen und schaffe den Rahmen für den fachlichen Austausch.
Ein weiterer Programmpunkt war die Verleihung des ATHENE Startup Award UP26@it-sa. Den ersten Platz belegte dabei das Bochumer Unternehmen Fuzzware mit einer Lösung für automatisierte Sicherheitstests von Firmware-Systemen ohne physische Hardware.
Wie der Messeveranstalter NürnbergMesse weiter mitteilt, wird die it-sa EXPO angesichts der gestiegenen Nachfrage im kommenden Jahr um eine weitere Halle erweitert und künftig sechs Messehallen umfassen. Zudem ergänzt die neue it-sa CONFERENCE das Veranstaltungsangebot um ein Format für den strategischen Austausch zwischen Politik, Verwaltung und IT-Sicherheitsbranche.
Die nächste it-sa EXPO findet vom 5. bis 7. Oktober 2027 in Nürnberg statt. Die it-sa CONFERENCE ist für den 5. und 6. Oktober 2027 geplant.