KI-Digitalisierung-E-Government


Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU, l) und Karsten Wildberger (CDU), Bundesminister für Digitalisierung und Staatsmodernisierung, nehmen am Digitalgipfel 2026 der Bundesregierung mit dem Schwerpunkt KI teil.

Bundeskanzler Merz und Digitalminister Wildberger (r.) beim Digitalgipfel der Bundesregierung zum Schwerpunkt KI (picture alliance / dpa / Kay Nietfeld)

Zugleich räumte Merz ein, dass die hohe Geschwindigkeit der technologischen Entwicklung die Politik vor enorme Herausforderungen stelle. Merz kündigte an, die Forschung an KI-Modellen voranzutreiben, um Abhängigkeiten zu reduzieren.

Zur Eröffnung der Konferenz hatte Digitalminister Wildberger erklärt, Deutschland dürfe beim Thema Künstliche Intelligenz nicht den Anschluss verpassen. Er nehme die Risiken der Technologie ernst, betonte der CDU-Politiker. Das größte Risiko sei es aber, zu langsam vorzugehen und keinerlei Entscheidungen zu treffen. Dann würde Deutschland noch abhängiger und Wachstumschancen verpassen. Wildberger betonte, Deutschland und Europa brauchten eigene erfolgreiche
KI-Unternehmen und eigene Technologien.

An dem zweitägigen Gipfel in Berlin nehmen mehr als 1.000 Gäste teil, darunter Digitalminister aus Europa und Kanada, Vertreter der EU-Kommission, der Bundesländer und von Tech-Unternehmen sowie aus Wissenschaft und Gesellschaft.

Experte für „wertebezogene Regulierung“

Der Kommunikationswissenschaftler Christoph Neuberger widersprach Befürchtungen, wonach eine starke Regulierung Künstlicher Intelligenz die Wettbewerbsfähigkeit Europas auf diesem Feld beeinträchtigen könne.

Der Direktor des Weizenbaum-Instituts in Berlin sagte im Deutschlandfunk
, vielmehr könne ein ausbalancierter Rechtsrahmen zum Pluspunkt werden. Eine wertebezogene Regulierung, wie sie sich in der EU-Verordnung zu KI finde, könne auch anderen Ländern als Vorbild dienen, sagte Neuberger.

Weitere Informationen:

Diese Nachricht wurde am 03.11.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.



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