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So Visualisierung eine KI die Überregulierung Künstlicher Intelligenzen. Visualisierung: KI ChatGPT, Prompt: Heiko Weckbrodt (KI-generiertes Bild)
So Visualisierung eine KI die Überregulierung Künstlicher Intelligenzen. Visualisierung: KI ChatGPT, Prompt: Heiko Weckbrodt

Bitkom & Ifo: US-KI verliert an Zuspruch, Deutschland ist aber schlecht auf KI-Evolution vorbereitet

Berlin/München/Dresden, 02.11.26. Deutsche Unternehmen würden gern „Künstliche Intelligenz“ (KI) „Made in Germany“ verwenden, um sich von den USA und China unabhängiger zu machen. Doch in der Praxis hängt die Bundesrepublik in der KI-Technologie weit hinterher, hat kein „Großes Sprachmodell“, das mit Claude, ChatGPT, Gemini & Co. konkurrenzfähig wäre – und ist generell schlecht auf den bereits rollenden KI-Boom vorbereitet. Das haben Bitkom-Umfragen und Ifo-Analysen ergeben.

96 % würden deutsche KIs bevorzugen

So würden 96 Prozent der hiesigen Unternehmen bevorzugt KI-Anwendungen deutscher Anbieter nutzen, hat der deutsche Digitalverband „Bitkom“ aus Berlin erfragt. Auch Frankreich oder andere EU-Staaten wären für die meisten Betriebe okay. Nur noch 41 Prozent präferieren hingegen Künstliche Intelligenzen aus den Vereinigten Staaten – vor einem Jahr waren es noch 51 Prozent. Chinesische KI möchten noch 12 Prozent bevorzugt nutzen, 2025 waren es 18 Prozent. Aber: Zwei Drittel der befragten Unternehmen wären nicht bereit, für eine europäische Lösung schlechtere Qualität und höhere Preise in Kauf zu nehmen.

„Deutschland und Europa dürfen bei KI nicht nur Anwender sein, wir müssen auch Anbieter werden“, fordert Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst. „Es gibt eine breite Nachfrage nach souveräner KI, aber entsprechende Angebote müssen unabhängig vom Standort des Anbieters im Wettbewerb bestehen. Dafür brauchen wir genügend Rechenkapazitäten, Zugang zu Daten, eine Regulierung, die Innovationen unterstützt und einen Staat, der als Vorreiter selbst KI aus Deutschland und Europa einsetzt.“ An all dem hapert es in Deutschland und in Europa: Es gibt viel zu wenige KI-Rechenzentren und Datensätze, um KIs anzulernen. Auch sind die Strompreise für den Betrieb solcher „KI-Schulen“ zu hoch. Außerdem sind die EU-KI-Gesetze und die Datenschutz-Grundverordnung so restriktiv, dass sie die KI-Aufholjagd der Europäer massiv behindern.

„KI-Anwendungen verbreiten sich rasant, aber zu vielen fehlt das Wissen, sie produktiv zu nutzen.“
Oliver Falck, Ifo München

Hinzu kommt der deutsche Rückstand bei der Digitalisierung: „Die Hightech-Branche ist noch zu klein, die Verwaltung ist zu wenig digitalisiert, das Bildungssystem passt sich nicht schnell genug an die Veränderungen durch KI an“, warnt Oliver Falck vom Münchner Ifo-Zentrum für Innovationsökonomik und digitale Transformation. „Kein anderes EU-Land ist im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie stärker vom Ausland abhängig als Deutschland“, ergänzt Ifo-Forscher Christian Pfaffl.

Realistische Chancen für Deutschland, eigene Akzente in dieser Branche zu setzen, sehen viele Branchenbeobachter in der industriellen KI: Maschinelles Lernen und Analysen in der Qualitätskontrolle an Fabrik-Fließbändern beispielsweise oder die KI-Auswertung von Sensorinformationen in teilautomatisierten Autos. Bei großen KI-Sprachmodellen dürfte der Abstand der USA und von China inzwischen zu groß sein, zudem ist der Regulierungsdruck in Europa zu groß.

Autor: Heiko Weckbrodt

Quellen: Bitkom, Ifo München

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt



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