Damit kommende Generationen die Werke des uckermärkischen Schriftstellers Max Lindow (1875–1950) weiterhin lesen und erforschen können, hat ein ambitioniertes Digitalisierungsprojekt der Max-Lindow-Literaturgesellschaft Fahrt aufgenommen. Der literarische Nachlass, der vielfach nur in vergilbten Zeitungsbeilagen und alten Heften aus den 1920er-Jahren überliefert ist und unter den Händen zu zerbröseln droht, wird dabei systematisch gesichert.
23 Bücher und1500 Einzelbeiträge
Die Herausforderungen sind enorm: Von einst rund 1300 Beiträgen in der traditionsreichen Publikationsreihe Plattdütsch Eck waren lange Zeit nur wenige Dutzend in unterschiedlicher Qualität auffindbar. Mittlerweile konnten dank intensiver Recherchen echte Schätze gehoben werden. Inzwischen wurden rund 23 Bücher sowie knapp 1500 Einzelbeiträge – darunter allein 628 Funde aus dem Plattdütsch Eck – digitalisiert werden.
Unterstützt von spezialisierten Kultur-Scannern (M.I.K. Berlin) sowie mobilen Arbeitsplätzen des Vereins, werden die historischen Dokumente dreistufig erfasst: als Bild, PDF und mittels Texterkennung (OCR). Da alte Zeitungsausschnitte und historische Schriften oft fehleranfällig sind, erfordert jede Seite liebevolle Handarbeit und akribische Nachkorrekturen durch die Vereinsmitglieder.
Gelingen kann dieses Mammutprojekt nur durch den Rückhalt verschiedener Förderer. Ein besonderer Dank der Vereinsmitglieder gilt dabei der Bürgerstiftung der Sparkasse Uckermark, die als Hauptsponsor die Anschaffung des Scanner-Arbeitsplatzes sowie den Großteil der diesjährigen Scan-Arbeiten ermöglicht habe. Ein weiterer Partner bei der Förderung ist das Ministerium des Landes Brandenburg für Wissenschaft, Forschung und Kultur. „Dank dieser verlässlichen Unterstützung ist gesichert, dass die Arbeit an dem literarischen Erbe auch im kommenden Jahr fortgesetzt werden kann“, so die Mitstreiter der Max-Lindow-Literaturgesellschaft.