Die Münchner Verkehrsgesellschaft erweitert ihr Angebot für betriebliche Mobilität und startet gemeinsam mit dem Mobilitätsunternehmen Karos ein weiteres Pilotprojekt. Seit dem 3. November 2026 können Beschäftigte der Flughafen München GmbH eine digitale Mitfahrplattform nutzen, um Fahrgemeinschaften für ihren Arbeitsweg zu organisieren. Das Angebot soll bestehende Verkehrsmöglichkeiten ergänzen und die Auslastung vorhandener Fahrzeuge verbessern. Während der Testphase wollen die Beteiligten insbesondere untersuchen, wie die Beschäftigten die Mitfahrbörse annehmen.
Fahrgemeinschaften über digitale Plattform
Über die Mitfahrplattform können Mitarbeiter der Flughafengesellschaft eigene Fahrten anbieten oder freie Plätze in bereits geplanten Fahrten nutzen. Auf diese Weise sollen Beschäftigte mit passenden Fahrtstrecken gemeinsame Arbeitswege organisieren können. Die technische Lösung wird von der Münchner Verkehrsgesellschaft in Kooperation mit dem europäischen Mobilitätsunternehmen Karos angeboten. Sie ist Bestandteil des betrieblichen Mobilitätsangebots der Verkehrsgesellschaft. Nach Angaben der Münchner Verkehrsgesellschaft soll die Mitfahrbörse bestehende Mobilitätsangebote ergänzen und mit ihnen verknüpft werden. Ziel ist es, vorhandene Verkehrsmittel besser auszulasten.
Schichtarbeit als Einsatzfeld
Die Münchner Verkehrsgesellschaft sieht digitale Mitfahrangebote insbesondere für größere Unternehmensstandorte als mögliche Ergänzung bestehender Verkehrsanbindungen. Dabei nennt sie begrenzte Parkraumkapazitäten und unterschiedliche Arbeits- beziehungsweise Schichtzeiten als relevante Rahmenbedingungen. Fahrgemeinschaften könnten Beschäftigten in solchen Situationen zusätzliche Möglichkeiten für die Organisation ihres Arbeitswegs bieten. Ob und in welchem Umfang das Angebot am Flughafen München tatsächlich zu weniger Autofahrten oder einer geringeren Parkplatznachfrage führen wird, lässt sich derzeit nicht beurteilen.
Erfahrungen aus Penzberg
Die Kooperation zwischen der Münchner Verkehrsgesellschaft und Karos wurde bereits an einem anderen Unternehmensstandort erprobt. Im Mai 2026 führten beide Partner die digitale Mitfahrbörse testweise beim Biotechnologieunternehmen Roche im oberbayerischen Penzberg ein. Die Münchner Verkehrsgesellschaft bezeichnet die dortige Einführung als erfolgreich. Mit dem Flughafen München kommt nun ein weiterer Unternehmensstandort hinzu, an dem die Verkehrsgesellschaft ihre betriebliche Mitfahrlösung erprobt.
Akzeptanz während der Testphase wird untersucht
Im Rahmen des neuen Pilotprojekts sollen die beteiligten Unternehmen Erfahrungen mit dem Betrieb der Plattform sammeln. Ein Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie das Angebot von den Beschäftigten angenommen wird. Die Mitfahrbörse erweitert damit zunächst die Möglichkeiten der betrieblichen Mobilitätsorganisation am Flughafen München. Aussagen über tatsächliche Verkehrseffekte sind erst nach einer Auswertung der Nutzung möglich. (Quelle: Münchner Verkehrsgesellschaft)