Kognitives Computing bezeichnet einen Ansatz der Informatik, bei dem Systeme mithilfe von Methoden der Künstlichen Intelligenz menschliche Denk- und Entscheidungsprozesse wie Verstehen, Lernen und Schlussfolgern nachbilden. Ziel ist, große und teils unstrukturierte Informationsmengen auszuwerten, Unsicherheiten zu tolerieren und Nutzerinnen und Nutzer bei Entscheidungen zu unterstützen, statt nur feste Regeln abzuarbeiten. In der öffentlichen Verwaltung kann das z. B. bei der automatisierten Auswertung von Anträgen oder bei der Analyse von Bürgeranfragen helfen, indem das System Muster erkennt und passende Vorschläge liefert. Der Begriff ist nicht scharf abgegrenzt und wird teils überschneidend mit KI-Anwendungen wie Machine Learning und Sprachverarbeitung verwendet.